Folgeprojekt für Südsudan bewilligt:
Sauberes Wasser für die Gesundheit

Der erfolgreiche Abschluss unseres WASH-Projekts im Südsudan ist zugleich auch der Startschuss für unser neustes Projekt im Bereich „Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene“. Ziel des alten und neuen Projekts war und bleibt die Reduzierung der Erkrankungs- und Sterblichkeitsrate von durch Wasser übertragbaren Krankheiten. Ermöglicht wird das Projekt durch die finanzielle Förderung der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit).Copia di IMG_9804_schmal

Zu den wasserbezogenen Krankheiten zählen vor allem Durchfall, Typhus und Cholera, die in der Projektregion im Südsudan weit verbreitet sind. Die Folgen für die Bevölkerung sind weitreichend. Nicht nur können die Krankheiten im schlimmsten Fall tödlich enden, sondern sie führen auch dazu, dass Bauern zu schwach sind, ihre Felder zu bestellen und somit ihre Familien zu ernähren. Kinder verlieren durch häufiges Fehlen in der Schule ihre Chance auf Bildung.

Im Südsudan stehen über 75 Prozent der Erkrankungsfälle im Zusammenhang mit wasserübertragbaren Krankheiten.

Die Situation in Bereich der Wasserversorgung und der Bereitstellung von sanitären Anlagen ist dürftig und das Wissen der Bevölkerung über Hygienevorkehrungen nicht ausreichend. In der Projektregion kommt erschwerend hinzu, dass die  steigende Zahl von Binnenflüchtlingen die Kapazitäten des maroden Wasserversorgungssystems übersteigt.

Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation und UNICEF ergaben, dass durch eine Verbesserung der Situation im Bereich der Wasserversorgung und Sanitäreinrichtungen die Sterblichkeitsrate bei Durchfallerkrankungen um rund 65 Prozent gesenkt werden kann.

Hier setzt unser Projekt an: Bereits in der ersten Auflage des Projekts unterstützte Amref Health Africa die städtischen Wasserversorger dabei, Mitarbeiter in der Wasseraufbereitung auszubilden, die Logistik der Wasserversorgung zu verbessern und bestehende Wasserlöcher instand zu halten. Diese Zusammenarbeit soll nun im Folgeprojekt bis Ende 2018 ausgebaut werden.

Copia di IMG_9790Auch das Erfolgsrezept der Ausbildung von „Safe Water Champions“ für ein verbessertes Hygienebewusstsein in Gemeinden wird wieder aufgenommen. Hierbei werden ausgewählte Gemeindemitglieder in Hygienevorkehrungen geschult. Dieses Wissen tragen die „Safe Water Champions“ in ihre Gemeinden weiter, indem sie die Bewohner bei Hausbesuchen informieren. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Bei der Schulung der „Safe Water Champions“ wird verstärkt auf die geeigneten Methoden für den Transport und die Aufbewahrung von Wasser eingegangen.

Diese Methoden können die Menschen schnell und einfach umsetzen und so in ihren eigenen Haushalten die Verunreinigung des Wassers verhindern. Ein besonderer Fokus des Projekts liegt zudem darauf, Lehrpersonal und Schüler durch spezielle Veranstaltungen für das Thema Hygiene zu sensibilisieren.

Mit diesen Maßnahmen wird die lokale Bevölkerung aktiv eingebunden und die Verbreitung von durch Wasser übertragbaren Krankheiten eingedämmt. So wird auch in Zukunft die Gesundheitssituation im Südsudan nachhaltig verbessert.