Siemens Stiftung
Sauberes Wasser für die Menschen in Mutito, Kenia

Der Zugang zu sauberem Wasser ist eine grundlegende Voraussetzung für bessere Gesundheit in Afrika. Verunreinigtes Wasser überträgt Krankheiten. Jeden Tag sterben 5000 Kinder unter 5 Jahren auf Grund von Durchfallerkrankungen, die durch verunreinigtes Wasser verursacht werden.

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In Mutito, Kenia haben nur 27% der Haushalte Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Definition nach, sind dies all jene Haushalte, die innerhalb von 2 km Zugang zu sauberem Wasser haben. Die durchschnittliche Entfernung zur nächsten Wasserstelle in Mutito aber beträgt 5 bis 10 km.

Auf Grund des chronischen Wassermangels und der schlechten Hygienezustände sind 70% der Krankheiten in der Region durch verunreinigtes Wasser sowie schlechte sanitäre und hygienische Bedingungen verursacht. Die häufigsten Krankheiten sind Durchfall, Haut- und Augeninfektionen, Darmwürmer, Malaria, Typhus und Atemwegsinfektionen.

Amref Health Africa hat deshalb in der Region das “Uwu water project” initiiert, um die Versorgung mit sauberem Wasser zu verbessern. Im Rahmen des Projektes wurde eine saubere Wasserquelle, die Uwu-Quelle in den Bergen von Mutitu, erschlossen. Die Quelle ist 6 km von Mutitu-Stadt entfernt und führt ganzjährig sauberes Wasser.

Das Wasser aus der Quelle wird dank des Projektes in einem Wassertank gesammelt und von dort aus über eine 7,3 km langes Verteilernetzwerk in derzeit 4 Wasser-Kioske mittels Erdanziehungskraft weitergeleitet. Von dem Projekt profitieren so schon heute etwa 5.000 Menschen und zusätzlich 1.305 Kinder der Grundschulen in Uwu und Mutito.

Lokale Gemeinschaft übernimmt die Verantwortung

Das gesamte Projekt gehört dem lokalen Wasser-Kommitee „Uwu Water Management Committee“ und wird von diesem eigenverantwortlich betrieben. Das Komitee hat 15 Mitglieder (10 Männer, 5 Frauen) und kümmert sich um die Funktionsfähigkeit der einzelnen Bestandteile des Systems. Außerdem wird durch das Komitee eine kleine Wassernutzungsgebühr erhoben (2 Cent für einen 20-Liter Kanister), um laufende Kosten zu decken, nötige Wartungsarbeiten durchführen zu können und den Betreibern der Wasser-Kioske eine kleine Vergütung zukommen zu lassen. Das Projekt wurde im September 2012 an das Komitee übergeben und wird seither eigenverantwortlich betrieben.

Siemens Stiftung ermöglicht Zugang zu sauberem Wasser

Die Siemens Stiftung ermöglichte 2014 den Ausbau des erfolgreichen Projektes. Zusätzlich zu den 4 bereits bestehenden Wasserkiosken, unterstützte die Siemens Stiftung den Bau eines weiteren Wasserkiosks mit zugehöriger Filtration. Diese „Safe Water Enterprises“ sind Teil des Programms der Siemens Stiftung für nachhaltige Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Das „Safe Water Enterprise“ in Mutito versorgt 583 Haushalte (ca. 3.500 Menschen) und eine Grundschule nachhaltig mit sauberem Trinkwasser. Die Grafik zeigt den Aufbau des Projektes:

SiemensStiftung_Mutitu_WasserkioskNeben dem Bau des Wasserkiosks und der Verlängerung des Versorgungsnetzwerkes um einen Kilometer, werden Workshops veranstaltet, um die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren. Das oberste Ziel ist es effektiv gegen jene Krankheiten vorzugehen, die durch verunreinigtes Wasser verbreitet werden. Desweiteren wird das  „Uwu Water Management Committee“ speziell zur Wartung des neuen Kiosks geschult und monatliche Wasser-Tests eingeführt, um sicherzugehen, dass die Qualität des Wassers erhalten bleibt.

 

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