Südsudan in Not: Wie wir den Menschen helfen

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Binnenflüchtlinge im Südsudan

Im Südsudan tobt seit Dezember 2013 erneut ein blutiger Bürgerkrieg. Bereits vier Millionen Menschen zwang diese brutale Auseinandersetzung bis Ende September 2017 zur Flucht. Zwei Millionen von ihnen verließen ihr Heimatland. Sie sind oft hunderte Kilometer gelaufen, um sich in Sicherheit zu bringen. Mehr als 900 südsudanesische Flüchtlinge kamen im Jahr 2017 täglich nach Uganda. 65 % davon sind Frauen und Kinder unter 18 Jahren. Insgesamt hat Uganda bereits eine Million Menschen aus dem Südsudan aufgenommen. Eine weitere Million sind in den Sudan, nach Kenia, Äthiopien, Kongo und in die Zentralafrikanische Republik geflohen.

Versorgungssituation im Südsudan verschlechtert sich

Doch nur die Stärksten schaffen es überhaupt ihr Land zu verlassen. Rund zwei Millionen Südsudanesen sind bereits innerhalb der Landesgrenzen vor der Gewalt geflohen. Der Krieg und eine weit verbreitete Dürre gefährden jedoch ihr Leben. Durch die Kämpfe und die Trockenheit bleiben die meisten Felder unbestellt. Und das in einem Land, in dem 90 % der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben. Die Folge ist ein rasanter Anstieg der Nahrungsmittelpreise. Mehr als 80 % ihres Geldes geben die Südsudanesen heute im Schnitt für ihr Essen aus. Der Preis für Getreide hat sich zum Beispiel innerhalb eines Jahres verfünffacht.
Insgesamt wissen sechs Millionen Menschen im Südsudan nicht, wie, wo und ob sie ihre nächste Mahlzeit erhalten. Das ist die Hälfte der Bevölkerung. Darunter 1,1 Millionen Kinder. 290.000 von ihnen benötigen dringend humanitäre Hilfe. Weitere 1,7 Millionen Menschen stehen am Rande der Hungersnot. Besonders für Frauen und Kinder sind Mangel- und Unterernährung lebensbedrohlich.  Sie machen 70 % der Leidtragenden im Südsudan aus.

Unsere Projekte 

Durch die mehr als 20-jährige Tätigkeit im Südsudan, auch während des jahrzehntelangen Bürgerkriegs, genießt Amref Health Africa großes Vertrauen und Rückhalt in der lokalen Bevölkerung. Darum lassen wir die Menschen auch in ihrer gegenwärtigen Situation nicht im Stich.

Denn nur wenn wir den Menschen in Not jetzt helfen, können wir unsere nachhaltigen Projekte im Südsudan erfolgreich weiterführen. Derzeit engagieren wir uns mit drei Projekten für die Versorgung südsudanesischer Flüchtlinge und aufnehmender Gemeinden.

Eines dieser Projekte setzt sich für die Verbesserung der Nahrungsmittelversorgung im Südsudan ein, um die Menschen nicht von Notnahrungslieferungen abhängig zu machen. Unter anderem werden Farmergruppen im Anbau dürreresistenter Pflanzen ausgebildet, das benötigte Saatgut beschafft, ein Fischteich gebaut und Gemüsegärten angelegt, die das praktische Lernen für die Gemeindemitglieder ermöglichen. Die Bekämpfung der Mangelernährung ist dabei das oberste Ziel. Ein weiterer Fokus liegt auf der verbesserten Trinkwasserversorgung durch den Bau und Wiederaufbau von Wasserquellen sowie das Training der lokalen Bevölkerung in der Wartung der Wasserstellen.Farmer Groups_Nyakanga (Member at Okra garden).JPG_Schnitt

Ein weiteres Projekt ermöglicht die Versorgung mit sauberem Wasser. Maßnahmen zur korrekten Wasserlagerung sowie -aufbereitung stehen hierbei im Mittelpunkt. Das Projekt zielt vor allem auf Frauen und Mädchen, als die zentralen Akteure in den Haushalten, ab. Sie werden im Rahmen des Projektes in Sanitärplanung, der Bereitstellung und der Sicherung von Wasser vor Kontamination bei der Sammlung, dem Transport und der Lagerung ausgebildet. Ihr neu gewonnenes Wissen tragen sie in die Gemeinden.5345221359_2d60522e5a_b_Schnitt

In Uganda unterstützen wir die Versorgung der südsudanesischen Flüchtlinge, die vor allem in Adjumani Zuflucht finden. Der Fokus liegt auf der Nahrungsmittelversorgung der vielen geflüchteten, südsudanesischen Kinder und ihrer Mütter. Im Rahmen unseres Projektes werden Nahrungsmittel an den Schulen verteilt und Schulgärten und Gemüsegärten zur Versorgung der Menschen mit wertvollen Nahrungsmitteln angelegt.SAM_2012_Schnitt

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