Weltmalariatag
Gesundheitshelfer in der Malariabekämpfung

Alice Aoko ist eine der von Amref Health Africa ausgebildeten CHWs in Kenia. Sie besucht und behandelt die Menschen in ihrer Gemeinde. So auch Milka Akinyi. Milka wachte eines Tages erschöpft, fiebrig auf. Sie war zu schwach, um die 5km zum nächsten Krankenhaus zu laufen. Deshalb rief sie die für ihre Gemeinde zuständige CHW Alice Aoko zu sich, die bei ihr sofort die für Malaria typischen Symptome erkennt. Um ihre Diagnose jedoch abzusichern, führt Alice einen Test mit dem Rapid Diagnostic Test Kit durch. Dafür sticht sie Milka mit einer kleinen Nadel in den Finger und entnimmt einen kleinen Tropfen Blut auf einen Teststreifen. Der Test fällt positiv aus. Alice verabreicht Milka ein vom kenianischen Gesundheitsministerium empfohlenes  Medikament. Außerdem klärt sie Milka über die notwendige Medikamenteneinnahme und über Ansteckungsgefahren und Präventionsmöglichkeiten auf.

Milka (rechts) erzählt ihre Geschichte einer Amref Mitarbeiterin

Milka (rechts) erzählt ihre Geschichte einer Amref Mitarbeiterin

Das Malaria Journal hat 2012 eine Statistik veröffentlicht, in dem die wichtige Rolle von CHWs im Rahmen der Malariabekämpfung mehr als deutlich wird. Die Behandlung von Malaria ist 5,7 mal effektiver, wenn sie durch einen CHW durchgeführt wird. Aber obwohl die CHWs eine wichtige Rolle im Kampf gegen Malaria spielen, stehen sie oft vor Herausforderungen. Einige Mitglieder der lokalen Gemeinden trauen den CHWs die Diagnose und Behandlung von Malaria nicht zu, da sie sie schon ihr ganzes Leben als ihre Nachbarn und Freunde kennen und nicht als CHW. In den medizinischen Einrichtungen, die die CHWs mit den notwendigen Medikamenten versorgen, erleben CHWs häufig Ablehnung. Das medizinische Personal ist nicht zufrieden mit der großen Verantwortung, die den CHWs übergeben wird und lehnt diese ab.

Durch die Ausbildung der CHWs in Kenia konnten bisher mehr als 40.000 Malariafälle erfolgreich behandelt werden. Amref Health Africa hat bereits weitere finanzielle Mittel durch die Regierung Kenias und den Global Fund für den Ausbau der Malariabekämpfung zugesagt bekommen. Neben dem Ausbau der gemeinschaftsbezogenen Aufklärungsarbeit und Behandlung durch CHWs, soll die Verbreitung von Malaria durch die Verteilung von imprägnierten Insektennetzen eingedämmt werden. Insgesamt sollen mit diesem Projekt mehr als 3 Millionen Menschen erreicht werden.